Akupunktur

Akupunktur ist einer der fünf Pfeiler der Traditionellen Chinesischen Medizin. So wie: Kräuterheilkunde, Ernährung und TuiNa/AnMo.

Bei der Akupunktur werden Nadeln, die je nach Behandlungsziel verschiedene Größen aufweisen können, in Akupunkturpunkte gestochen. Die meisten Punkte liegen auf den sogenannten Meridianen. Diese Meridiane sind Leitbahnen auf der Oberfläche des Körpers. Zusätzlich gibt es Extrapunkte, die von Leitbahn unabhängig sind. Sowie A-Shi-Punkte, die direkt lokal, zum Beispiel bei Schmerz oder Verletzungen angewandt werden. Diejenigen Leitbahnen die ihren Verlauf in der Tiefe des Körpers haben, können ebenfalls, über an der Oberfläche liegende Punkte, erreicht werden. Durch die Manipulation mit Nadeln und der Moxibustion (Erwärmung der Akupunkturpunkte mittels Artemisia Vulgaris [Beifuß]), wird Einfluss genommen auf den Fluss und die Bewegung des Qi.

Den Begriff Qi kann man als Lebensenergie übersetzen. In der chinesischen Schriftsprache setzt er sich aus den beiden Zeichen für Reis und Dampf zusammen. Dies zeigt die Zweigestaltigkeit von Qi: zum einen kann es so fein und immateriell sein wie Dampf aber auch feststofflich und materiell und letztendlich nährend wie Reis. Dieses Qi ist es auch, das alles Lebendige durchdringt und am Leben erhält. Gerät es aus dem Gleichgewicht, wird geschwächt oder blockiert, wird der Mensch krank.

Durch die Akupunktur kann aus dem Gleichgewicht geratenes Qi reguliert werden, Blockaden aufgelöst und sogar Energie wieder „aufgefüllt“ werden.

Wie wirkt Akupunktur? Wie eingangs erwähnt, werden bei der Behandlung Akupunkturpunkte manipuliert. Die Meridiane bilden eine Art Netzwerk, das man sich wie einen großen U-Bahnplan vorstellen kann. Die Akupunkturpunkte bilden die „Bahnhöfe“ an denen zu und ausgestiegen wird. Doch diese Netzbahnen haben nicht nur einen oberflächlichen Verlauf. Jede der 12 Hauptleitbahnen ist in der Tiefe mit ihrem zugehörigen Organ verkoppelt. Andere wiederum verbinden die Organe untereinander. Daraus resultiert die Vorgehensweise der TCM: Krankheiten werden nicht isoliert betrachtet sondern in ihrem Gesamtkontext.